11.06.2013

Erfolgreiche Proteste: Regierungskoalition korrigiert die Anpassung der Beamtenbesoldung

[Schleswig-Holstein] Nach zahlreichen Protesten, Aktionen und Gesprächen mit den Fraktionen soll der Tarifvertrag nun inhaltsgleich auf alle Lehrkräfte übertragen werden. Hiermit wurde eine zentrale Forderung des VLBS erfüllt. Keine Lehrkraft wird von der Einkommensentwicklung abgekoppelt.

Vor dem Finanzausschuss sagte der Vorsitzende des VLBS, Thorge Erdmann, dass die Regierungskoalition mit ihrer Idee des realen Lohnverlustes eine gerechte Bildungspolitik gefährdet und Demotivation und Frust bei den Lehrkräften fördert. Wer in eine gute Bildung – so Thorge Erdmann – investieren möchte, muss vor allem in das Personal investieren. Auch alle anderen Verbände und Gewerkschaften forderten die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifabschlusses auf die Beamten. Nur so bleibt der schleswig-holsteinische öffentliche Dienst weiterhin attraktiv. Nur so erhalten die Beamtinnen und Beamten die ihnen zustehende Wertschätzung.

Selbst der Landesrechnungshof und der Bund der Steuerzahler forderten die inhalts- und wirkungsgleiche Übertragung.

Ein Nadelstich bleibt: Es gibt keine zeitgleiche Übertragung. Anscheinend war von Seiten der Regierungskoalition keine weitere finanzielle und politische Wertschätzung mehr möglich.

Zum 01.07.2013 gibt es nun für jeden Beamten 2,45 % mehr Gehalt und ab 01.10.2014 steigen die Bezüge um 2,75 %.

Wenn aber unter dem Strich für alle Lehrkräfte gleiche strukturelle Einkommensanhebungen erzielt werden können, dann ist das ein großer Erfolg für den VLBS.

Es hat sich gezeigt, dass die Proteste, die Briefe und der beharrliche Einsatz aller Personen zum Erfolg geführt haben. Für diese große Solidarität möchte sich der VLBS bei allen Lehrkräften bedanken.

V.i.S.d.P:

Stephan Cosmus, Landesvorsitzender

Thorge Erdmann, Landesvorsitzender

Pressereferent: Marc Timm

 

E-mail: infovlbs-sh.NO-SPAM.de,