22.05.2013

Weniger Schüler erfordern dennoch eine bestmögliche Ausbildung

München, 17.05.2013 (hrb) - Die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) hat aufsich auf einer Fachtagung in der Hanns-Seidel-Stiftung mit den Thema "Bildung und Demographie" beschäftigt. In einer Klausurtagung haben die Vorsitzenden der Lehrerverbände diese Tagung einer Nachbetrachtung unterzogen. Hochkarätige Bildungsexperten haben in Fachreferaten mitanschließender Diskussion eine ernüchternde Bilanz hinsichtlich der großen Fachkräftelückegezogen, aber auch Wege aufgezeigt, die Hoffnung machen. Die Schülerzahlen sinken, der Schrei nach Akademisierung der Ausbildung verstummt und die Forderungen nach mehr qualifizierten Fachkräften werden lauter. Das muss Konsequenzen haben, so Jürgen Wunderlich, der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl). Er fasst den Fachkongress zusammen: "Längst haben die Lehrerverbände die Probleme erkannt und fordern die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung sowie mehr Ressourcen, selbst wenn die Schülerzahlen zurückgehen, zumal immer mehr gesellschaftliche Aufgaben auf die Schulen zukommen. In den verschiedenen Fachvorträgen wurden genau diese Punkte und ihre Konsequenzen beleuchtet. "Wunderlich betont, dass der Kongress auch die Problemgruppen und die Integrationsprobleme in Großstädten beleuchtete, sich der Bedeutung der Sprache widmete, aber auch klar machte, dass die demographische Entwicklung nicht nur als Niedergang gewertet werden darf, sondern sehr wohl als Chance zu sehen sei über die Duale Berufsausbildung, die international immer mehr Wertschätzung erfährt, die Probleme zu minimieren.

Der Wert der beruflichen Bildung in einer dualen Ausbildung wird von vielen Staaten mittlerweile gesehen, und darf bereits als Export-Schlager bezeichnet werden."Wir müssen der 'Hyper-Akademisierung' mit einer Bildungspolitik entgegenwirken, die eine Fehl- und Überqualifizierung vermeidet und die auch morgen noch Jugendliche zu Handwerkern wie Bäckern und Fleischern werden lässt, weil sie in diesen Berufen eine gute persönliche Zukunftsehen." Jürgen Wunderlich weiter: "Schulpolitik ist auch Infrastrukturpolitik, Bayern hat einen hohen Bildungsstandard und qualifiziert junge Menschen sehr gut. Dabei muss sich die Bildungspolitik auf die regionalen Erfordernisse ausrichten und eine bestmögliche Ausbildung sicherstellen, um bei sinkender Zahl an Erwerbstätigen den Wohlstand zu sichern und um dem Motto 'Sucessful in the world, at home in Bavaria' gerecht zu werden."

Für die abl: Heinrich Rudolf Bruns, Pressereferent der KEG Bayern