05.10.2017

VLW-Bundesverband tagt in Berlin

Zum Bildungspolitischen Abend des VLW, zur Referententagung 2017 und zur Herbstsitzung des Bundeshauptvorstandes hatte der Geschäftsführende Bundesvorstand für Mitte Sep­tember nach Berlin eingeladen.

Während beim Bildungspolitischen Abend der informelle Gedankenaustausch zwischen den Vertretern der Landesverbände mit den Gästen aus Bundes- und Landesministerien, des DIHK, der BDA, des BIBB, der Universitäten u. a. m. im Mittelpunkt standen, war der Fokus der Referententagung in diesem Jahr auf das Megathema Digitalisierung gerichtet.

In ihrer Begrüßungsansprache beim Bildungspolitischen Abend am 14. September hob die Bundesvorsitzende Dr. Angelika Rehm die Bedeutung solcher thematisch offenen Gesprächsrunden für die Schaffung eines Klimas des Vertrauens zwischen den verschiedenen Akteuren der Bildungspolitik hervor.

 

Bildungspolitischer Empfang

Dr. Angelika Rehm

Anschließend skizzierte Dr. Ernst G. John als Co-Versitzender des VLW zentrale aktuelle Handlungs- und Problemfelder der beruflichen Bildung.

Dr. Ernst G. John

Im Einzelnen ging er ein auf

  • die Bedeutungswandel der dualen Berufsausbildung in Zeiten einer immer stärker werdenden akademischen Berufsbildung,
  • die wieder steigende Herausforderung durch den Übergangssektor,
  • die Digitalisierung und die vor ihr ausgehenden Veränderungen auf die Arbeitswelt und den Arbeitsalltag sowie auf die auf die Schulen zukommenden sächlichen und personellen Herausforderungen (Lehreraus-, -fort- und -weiterbildung),
  • den Mangel an qualifizierten Lehrkräften und die damit verbundene immer schwerer werdende Unterrichtsversorgung, was nicht ohne Folgen auf die Qualität der beruflichen Bildung bleiben kann,  
  • die durch die beruflichen Schulen geschaffene Durchlässigkeit im Bildungssystem, die sich gleichzeitig positiv auf die Chancengleichheit und damit auch auf die Bildungsgerechtigkeit auswirkt.

Mit Fachvorträgen von OStD Joachim Maiß, Schulleiter der MultiMedia BBS Hannover und VLWN-Landesvorsitzender, sowie von Prof. Dr. Karl Wilbers, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspädagogik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, wurde am folgenden Freitagvormittag (15.Sept.) der Grundlage für einen intensiven Austausch zu den Herausforderungen der digitalen Transformation für die beruflichen Schulen gelegt. Hier konnten die Referenten für die berufliche Bildung aus den Kultusministerien der Länder aber auch die Vorsitzenden der VLW-Landesverbände ihre landesspezifischen Lösungen für die Schaffung einer digitalen Schule einbringen und sachverständig diskutieren.  

 

 

V. l. n. r.: Hans-Jürgen Iske (Senatsverwaltung für Bildung und Wissenschaft des Landes Bremen), Anja Buml (Niedersächsisches Kultusministerium), Joachim Maiß (VLWN-Vorsitzender),Prof. Dr. Karl Wilbers (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg), Dr. Angelika Rehm (VLW-Bundesvorsitzende), Sabine Pfeffer (Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg), Ulrike Neumüller (Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz), Stephanie Pudenz (Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen), Dr. Eva Heesen, (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin), Reiner Groß (Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes), Dr. Ernst G. John (VLW-Bundesvorsitzender); nicht im Bild: Klaus Lorenz (Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg. Am Nachmittag stellten sich die erstmalig zu wählenden Kandidaten für den Bundesvorstand des dbb bei dem Bundeshauptvorstand des VLW vor: Ulrich Silberbach (Komba) und Ernst G. Walther (DPolG/Bundespolizeigewerkschaft) für das Amt des Bundesvorsitzenden des dbb, Volker Geyer (DPVKOM) für das Amt des Stv. Bundesvorsitzenden (Fachvorstand Ta­rifpolitik), Waldemar Dombrowski (vbba) und Friedhelm Schäfer (DStG) für das Amt des Stv. Bundesvorsitzenden (Fachvorstand Beamtenpolitik) sowie Udo Beckmann (VBE), Jürgen Böhm (VDR) und Maik Wagner (GdS) für zwei weitere Ämter als Stv. Bundesvorsitzende.

Am späten Freitagnachmittag konnte dann die eigentliche Sitzung des Bundeshauptvorstan­des beginnen, die am Samstagvormittag (16. Sept.) fortgesetzt wurde. Neben den Berichten der Mitglieder des Bundesvorstandes und den Berichten aus den Landesverbänden ging es schwerpunktmäßig um Fragen der anstehenden Verschmelzung der beiden Bundesver­bände BLBS und VLW, die für das erste Halbjahr 2018 geplant ist.