dbb Bundesfrauenkongress 2010 in Potsdam

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10. dbb bundesfrauenkongress
Neue Geschäftsführung gewählt

Am Nachmittag des 4. Juni haben die Delegierten des 10 dbb bundesfrauenkongresses die turnusmäßig anstehende Neuwahl der Geschäftsführung vorgenommen. Als Vorsitzende wurde Helene Wildfeuer (DSTG) mit überwältigender Mehrheit in ihrem Amt bestätigt, neue stellvertretende Vorsitzende ist Jutta Endrusch (VBE). Bei der Wahl der vier Beisitzerinnen wurden Astrid Hollmann (VRFF) und Ute Wiegand-Fleischhacker (dbb hessen) in ihren Ämtern bestätigt, Elke Janßen (GdS) und Elke Stirken (komba) wurden erstmals in die Geschäftsführung gewählt. Die bisherige stellvertretende Vorsitzende Eva Hermanns (komba) und die Beisitzerin Kirsten Lühmann (DPolG) hatten aus persönlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Sie wurden zu Ehrenmitgliedern der dbb bundesfrauenvertretung ernannt.

Bild: Die neue Geschäftsführung der dbb bundesfrauenvertretung (zum Vergrößern das Bild anklicken!)

Die neue Geschäftsführung der dbb bundesfrauenvertretung wird erstmals nicht mehr vier, sondern fünf Jahre amtieren. Durch eine Satzungsänderung hatten die Delegierten die Zeitspanne zwischen den bundesfrauenkongressen der auch für die dbb Gewerkschaftstage gültigen, neuen Fünfjahres-Regelung angepasst.

 

Quelle:dbb

 

10. dbb bundesfrauenkongress:
Sparpläne beim Elterngeld – Wildfeuer: Ein Bärendienst für die Familien- und Gleichberechtigungspolitik

„Beim Geld darf die Gleichberechtigung nicht aufhören. Das sollten Ministerin Schröder und Finanzminister Schäuble bedenken, bevor sie daran gehen, den Koalitionsvertrag zu brechen und das Teilelterngeld und die Verlängerung der Vätermonate auf den Sankt Nimmerleinstag zu verschieben. Damit erweisen sie der deutschen Familien- und Gleichberechtigungspolitik einen Bärendienst!“ Mit diesen Worten hat Helene Wildfeuer, die Vorsitzende der Bundesfrauenvertretung des dbb beamtenbund und tarifunion, am 4. Juni 2010 in Potsdam scharfe Kritik an den geplanten Einsparungen im Familienbereich geübt. „Bewährtes soll man bewahren“, bekräftigte Wildfeuer in ihrer Rede anlässlich der Eröffnung des 10. dbb bundesfrauenkongresses vor rund 80 Ehrengästen und unter dem Applaus der mehr als 400 Kongressteilnehmerinnen.
 
Die Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung empörte sich zugleich über die Halbherzigkeit, mit der Politik und Arbeitgeber an einer Verbesserung der Lebenssituation berufstätiger Frauen herum laborierten. „Frauen sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, sagte Wildfeuer und machte deutlich, dass in Zeiten des demographischen Wandels, der mit einem schärfer werdenden Konkurrenzkampf um gut ausgebildete Fachkräfte einhergehe, weder die freie Wirtschaft noch der öffentliche Dienst auf die Arbeit und das Engagement von Frauen verzichten könne. „Deshalb fordere ich Sie hier und heute auf: Unterstützen Sie Frauen bei der Karriereplanung. Geben Sie Ihnen die Möglichkeit, Familie und Beruf zu vereinbaren. Tragen Sie mit dazu bei, dass weibliche Aufstiegsbiographien keinen Karriereknick mehr aufweisen.“

Mit Blick auf die am Sonntag beginnende Klausurtagung des Bundeskabinetts zu den Sparvorhaben wandte Wildfeuer sich direkt an Bundesfamilienministerin Kristina Schröder: „Stärken Sie junge Familien, statt ihre Existenzgrundlagen durch ungerechtfertigte Spareinschnitte zu demontieren.“

Quelle: dbb

 

dbb-Chef Heesen appelliert an Koalition: Nachhaltige Konsolidierung der Staatsfinanzen sicher stellen

04.06.2010

Vor undurchdachtem Sparaktionismus hat der dbb Bundesvorsitzende Peter Heesen die schwarz-gelbe Regierungskoalition unmittelbar vor deren Sparklausur an diesem Wochenende gewarnt. „Es dürfen jetzt keine schwerwiegenden Fehlentscheidungen getroffen werden, die die Kaufkraft und damit die Volkswirtschaft direkt negativ beeinflussen“, sagte Heesen beim heutigen dbb Bundesfrauenkongress in Potsdam. Eine nachhaltige Konsolidierung der Staatsfinanzen müsse in Gestalt einer breit über alle Ressorts und mehrere Jahre hinweg angelegten Strategie sicher gestellt werden.

Die Abgeordneten von Bundestag und den Länderparlamenten forderte Heesen auf, die ihnen von der Verfassung zugewiesene Haushaltskompetenz konstruktiv wahrzunehmen, anstatt die Sparkonzepte der Exekutive einfach nur zu bestätigen. Besonders besorgt zeigte sich der dbb Chef auf dem Bundesfrauenkongress angesichts der Gefahr, dass alle familienpolitischen Fortschritte der vergangenen Jahre um des Sparens willen über Bord geworfen zu werden drohten.

Vor einem Rückschritt in Sachen Familien- und Gleichstellungspolitik warnte in Potsdam auch die Vorsitzende der dbb Bundesfrauenvertretung Helene Wildfeuer: „Beim Geld darf die Gleichberechtigung nicht aufhören. Das sollten Familienministerin Schröder und Finanzminister Schäuble bedenken, bevor sie den Koalitionsvertrag brechen und das Teilelterngeld und die Verlängerung der Vätermonate auf den Sankt Nimmerleinstag verschieben. Damit würden sie der deutschen Familien- und Gleichberechtigungspolitik einen Bärendienst erweisen.“ Wildfeuer kritisierte die Halbherzigkeit, mit der Politik und Arbeitgeber an einer Verbesserung der Lebenssituation berufstätiger Frauen herum laborierten. „Frauen sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. In Zeiten des demografischen Wandels, der mit einem schärfer werdenden Konkurrenzkampf um gut ausgebildete Fachkräfte einhergeht, können weder die freie Wirtschaft noch der öffentliche Dienst auf die Arbeit und das Engagement von Frauen verzichten.“ Deshalb seien alle aufgefordert, Frauen bei der Karriereplanung zu unterstützen, ihnen die Möglichkeit zu geben, Familie und Beruf zu vereinbaren.

 

Quelle:dbb